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Oder-Neiße-Radweg, 21. Etappe:

Von Löcknitz nach Hintersee – Die Waldetappe

haff-hinterland1Der Weg führt nach Norden. Das Gewerbegebiet am Rande von Löcknitz ist klein und es gibt keinen Jack-Wolfskin-Store; lediglich eine Tankstelle und barackenähnliche Bauten am Ortsausgang.

Der Radweg bedient sich der breiten Straße. Sie führt schnurgerade in den Wald und macht nur kleine Biegungen, hinter denen jeweils eine weitere Gerade folgt. Die einzige Abwechslung bieten gelegentliche Straßendörfer am Wegesrand. Zwischen ihnen liegt Wald, Wald und Wald – Wer das polnische Terrain östlich der Oder kennt, weiß, was hier auf ihn zukommt. Es ist dasselbe Erlebnis.

Kilometerfressen

Die wenigen Felder dazwischen können kaum davon ablenken, dass in dieser Gegend nur wenige Menschen leben. Das dies auch Deutschland ist, scheint unglaublich. Für den Radfahrer geht es hier nur noch ums „Kilometerfressen“. Jeder Tourenjunkie wird diese Strecke lieben und „Sehenswürdigkeiten-Sammlern“ wird dieser Abschnitt eine Wüste sein.

Glashütte

Erlösung bietet erst wieder Glashütte, ein Ort, der die traditionelle Glasbläserei heute zu touristischen Zwecken ausstellt. Die scheinbar endlosen Wälder waren einst gut dazu geeignet, weil es dadurch genügend Feuerholz für die Schmelzöfen gab.

Alte Dörfer

Bald wird der Wald lückenhaft und brachliegende Wiesen breiten sich aus. Der Asphalt unter den Rädern wechselt mit Pflastersteinen. Das Rollen wird jäh zu einem Poltern. Jedes Pflaster zeigt alte Dörfer an, die sich mit baufälligen oder grell-farbigen Rauputzfassaden neben der Straße zeigen.

Hinter See und Wald

Wieder folgen ein paar Felder, deren Ränder von dichtem Wald begrenzt sind. An einem dieser Waldränder sind plötzlich Häuser zu sehen. Zuerst sind es einzelne Gehöfte; doch die Gebäude verdichten sich allmählich zu einer Siedlung. Hintersee ist erreicht, doch es könnte auch Hinterwald heißen.

Ins deutsch-polnische Grenzgebiet

In jedem Fall ist das „Hinter“ Programm. Das Dorf nutzt seine Waldrandlage und bietet einen idyllischen Ortskern mit diversen heimatkundlichen und musealen Objekten. Präsent ist der bäuerliche Charakter, der sich scheinbar auch bis in den gegenwärtigen Alltag erhalten hat. Die Einwohner gehen entweder bodenständigen Tätigkeiten nach, die mit Erde und Tieren zu tun haben, oder sie sind nicht da, weil sie woanders arbeiten und erst abends nach Hause kommen werden. Das kommt dem bäuerlichen Bild zugute, das kaum durch neuzeitliche Elemente entzaubert wird. Der Radweg biegt hier ab ins deutsch-polnische Grenzgebiet und wird, wie sollte es auch sonst sein, ein Waldweg.

Hinweis: Die Radwegeführung auf dieser Etappe verläuft nun beinahe ausschließlich auf gut ausgebauten Nebenstraßen und zwischen Glashütte und Hintersee ist parallel zur Straße ein Radweg entstanden, so dass zu keiner Tageszeit mehr besondere Störungen durch motorisierten Verkehr zu erwarten sind.

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Zur 1. Etappe

Allgemeine Streckeninfos

Die passende Radwanderkarte zum Oder-Neiße-Radweg gibt es hier.
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