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Roadreport: Der Oderbruchbahn-Radweg

Bahnfrei durch Berlins Gemüsegarten

oderbuchbahn_radweg_hafen_gross_neuendorfDer Oderbruchbahn-Radweg ist neben dem Oder-Neiße-Radweg eine der besten Möglichkeiten, das Oderbruch kennenzulernen.Das Oderbruch lässt sich zwar auch per Bahn und Auto gut erreichen, und angesichts der ländlichen Umgebung erscheint das manchem vielleicht die sinnvollere Variante zu sein. Doch keine Angst vorm Flachland-Radeln, denn auf Radfahrer ist man hier durchaus eingestellt, und das flache Land und ruhige Straßen sind geradezu ideal für ein verträumtes Radfahr-Wochenende nahe Berlin.
Außerdem ist der Oderbruchbahn-Radweg einer der wenigen Radwege in Deutschland, der über längere Strecken der Gleisführung einer stillgelegten Eisenbahnstrecke folgt. Wie damals, berührt der Radweg die alten Orte entlang der historischen Strecke und vermittelt so ein spannendes Stück Industriegeschichte.

Versteckte Stellen

Einst vorwiegend zum Transport landwirtschaftlicher Güter aus dem Oderbruch nach Berlin bestimmt, wurde die Bahnstrecke seit 1964 nach und nach stillgelegt. Heute sind die Schienen beinahe vollständig verschwunden. Nur an einigen wenigen und nicht selten versteckten Stellen lässt sich noch etwas vom alten Gleisbett erkennen. Doch die alte Infrastruktur der Bahnstrecke mit Bahnhöfen, Bahnübergängen und Gleis-Trasse ist streckenweise immer noch gegenwärtig und kann auf dem 2008 eröffneten Radweg entdeckt werden – zumindest teilweise, denn tatsächlich verlässt der Weg immer wieder die alte Gleisführung zugunsten der Ortschaften, um dem Besucher die Ortszentren zu zeigen. So mancher besondere Blick auf die historischen Zeugnisse der Oderbruchbahn kann so schnell versäumt sein.

Endstation Oder

Der Oderbruchbahn-Radweg hat eine Länge von ca. 123 km, und verläuft davon ca. 14,5 km auf ehemaligen Bahntrassen der historischen Bahnstrecke entlang der ehemals 49 Bahnstationen. Von der historischen Endstation in Wriezen erreicht man übrigens sehr gut über die ausgebaute Verlängerung der Bahnstrecke zur Oderbrücke bei Bienenwerder den Oder-Neiße-Radweg in der Nähe von Hohenwutzen.

Für Lokomotiven

Da Bahnstrecken beinahe nie über Steigungen von drei Prozent hinausgehen, begrenzt durch das technisch Mögliche und Machbare für Lokomotiven, muss man auf Bahnradwegen nie besondere Anstiege erwarten, wenn die Gleisführung eingehalten wird. Im Falle des Oderbruchbahn-Radwegs verhält es sich ähnlich, und der Weg ist somit auf ganzer Strecke auch für wenig bergaffine Radfahrer ideal.

Nicht auf der Strecke bleiben

Zwar ist der Name des Radwegs vor allem der Oderbruch-Bahn gewidmet, aber heute gehört dem Oderbruchbahn-Radweg das gesamte Oderbruch. Gerade für den Oderbruchbahn-Radweg gilt darum also in besonderer Weise: Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke.

Hinweis: Jedes Jahr im Mai zum Wochenende nach Himmelfahrt finden im Oderbruch die Kunst-Loose-Tage statt. Hier öffnen im Oderbruch ansässige Künstler für ein Wochenende ihre Ateliers und Höfe für Besucher. Das wird von vielen Besuchern genutzt, die dann mit vielfältig fahrbarem Gerät das künstlerische Oderbruch entdecken. Auch für Radwanderer ist dieser Weg an diesem Wochenende die ideale Wahl für eine Entdeckung des Oderbruchs.

Streckeninfos

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