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Flussreport: Die Oder (Odra), 3. Teil

Haff und Meer

OderhaffEine Fahrt bis nach Szczecin/Stettin führt über das Wasserlabyrinth des Nationalparks „Unteres Odertal“, das durch die Ost- und Westoder am rechten und linken Talrand eingegrenzt ist.

Der westliche Oderarm behielt zu allen Zeiten den Namen des Stroms, wobei der östliche Arm ab Hohensaaten Meglitze und ab Gartz auch Reglitz genannt wurde. Beide Läufe sind zudem durch die zweifach geschleuste Schwedter Querfahrt miteinander verbunden. Die Schifffahrt nutzt allerdings vorrangig die westlich vom Oderstromsystem gelegene Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße, für deren Bau auch das Flussbett der Welse genutzt wurde.

Szczecin

Mit dem Ende dieses Wassernetzes erreicht die Oder Szczecin/Stettin, die ehemals wichtigste Hafenstadt Preußens, die bis heute keineswegs ihren Flair verloren hat und jederzeit einen Besuch wert ist. Für einen Zwischenstop bietet sich die Marina am südlichen Zipfel des Dabie/Dammschen-See an, zu erreichen über die Ostoder und in einzigartig-schöner Lage gelegen. Die Westoder hingegen passiert direkt das Stadtgebiet Szczecins und beide Läufe verbinden sich erst wieder im Papenwasser vorm Haff.

Ost- und Westoder

Die Teilung des Stromes in Ost- und Westoder eröffnen dem Paddler fast zufällig je nach Vorhaben einige Vorteile. Die Befahrung der Ostoder – die Grenzabfertigung fand hier bis zum Inkrafttreten des Schengener Abkommens im Dezember 2007 in Widuchowa bei Km 703 statt – hat den Vorzug die besseren Lagermöglichkeiten am Fluss zu bieten. Daneben ist ihre Strömung auf dem Weg nordwärts behilflich. Die Westoder hingegen – der Grenzübergang ist Mescherin – bietet sich für eine Fahrt stromaufwärts an, da ihre schwache Strömung nur einen sehr geringen Widerstand entgegensetzt.

Stepnica am Haff

Bei einer Weiterfahrt von Szczecin Richtung Ostsee gesellt sich nun auch neben vielen Segeljollen die Hochseeschifffahrt hinzu. Nach der Industriestadt Police/Pölitz mündet die Oder in Form eines Ästuars ins Oderhaff, auch Stettiner Haff genannt, womit jetzt ein maritimes Flair zugegen ist, das auch entsprechende Anforderungen an den Paddler stellt. Auf der östlichen Seite des Mündungstrichters liegt Stepnica, ein reizendes Fischer-Örtchen, das ebenfalls eine einladende Lagermöglichkeit für Paddler bietet.

Drei Ströme, ein Meer

Für eine Fahrt bis zur Ostsee kann einer der drei Mündungsarme, Peenestrom, Swine oder Dziwna, gewählt werden. Entlang der Oder verläuft aber auch der bestens erschlossene Oder-Neiße-Radweg, der sich für eine kombinierte Wasser- und Radwanderung im Inland bis Stettin anbietet.

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