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Roadreport: Der Ruhrtal-Radweg, 2. Teil

Nah am Wasser gebaut

Dieser Radweg und sein Fluss sind über weite Strecken eng miteinander verbunden. Das macht ihn zu etwas Besonderem. Ein großer Pluspunkt: Der Radweg führt oft nicht nur nah am Fluss entlang, sondern ist direkt am Wasser gebaut. Mitunter bleibt dann keine Handbreit Uferzone zwischen Radweg und Fluss. Manchmal führt der Radweg mittels Stegkonstruktionen sogar auf dem Wasser entlang. Das garantiert ein intensives Naturerlebnis und eine besondere Nähe zum Wasser. Diese Nähe ist teilweise so nah, dass Hochwasser-Umfahrungsrouten ausgewiesen wurden. Vielerorts genügen bereits geringe Pegelschwankungen der Ruhr, damit diese Ausweichstrecken auch im Sommer bei strahlendem Sonnenschein ihre Berechtigung erhalten – die Hochwasserstreckenschilder verlieren dann schnell ihre komische Wirkung.

Neuralgische Punkte

Trotz einer umfassenden Beschilderung mit einem gut sichtbaren Logo gibt es entlang der Strecke aber hin und wieder neuralgische Punkte, an denen das entscheidende Hinweisschild fehlt. Nicht selten in den Nebenstraßen kleinerer Orte verliert sich hin und wieder die Spur des Ruhrtal-Radwegs zwischen engen Gässchen und gepflegten Rasenrabatten. Trotzdem bietet der Ruhrtal-Radweg die besten Möglichkeiten, entweder mit einzelnen Abstechern nach Norden aus dem Ruhrtal heraus oder über die Fahrt nach Duisburg, allmählich das Ruhrgebiet auszukundschaften. Eine gute Grundorientierung mit den eindrücklichsten Sehenswürdigkeiten des Ruhrgebiets bietet dabei die „Route der Industriekultur“.

Route der Industriekultur
Der Ruhrtal-Radweg verbindet allein 8 der 19 Punkte auf der Route der Industriekultur. Um auch die anderen Punkte der Route der Industriekultur zu erreichen, versprechen die Radkarten auch nördlich der Ruhr ein weitverzweigtes Radwegenetz von circa 700 Kilometern innerhalb des Ruhrgebiets. Mehr dazu lesen

Typisch Pott ist …?

Hier in den ehemaligen Arbeitervierteln ist alles noch ein bisschen so, wie es der Bayer, Brandenburger oder Sachse aus dem Fernsehen kennt. Vieles ist hier zwar wie überall, aber wenn man genau hinguckt, erkennt man auch hin und wieder Dinge, die man bereits aus den klassischen Schubladen kennt – einen Opel im Sportwagenformat steht vorm Auto-Accessoires-Shop und Atze Schröder ist Werbebotschafter der Städtischen Sparkasse.

2Etagen-Dschungel

Und bevor diese Dinge Überhand nehmen würden, erwartet einem nach Duisburg die Weite des Rheinbeckens. Hier stromabwärts hat man einen Moment Zeit und kann tief durchatmen, bevor man sich rechts des Rheins wieder in den zweigeschössigen Ruhrpott-Dschungel stürzt. Wer diese Tour wagt, wird feststellen, es gibt im Ruhrgebiet tatsächlich von Allem etwas: Sportwagen und Reihenhäuser, aber auch Naturreservate und Radwege.

Ruhrtal-Radweg/Teil 1 – Begegnung mit einer Industrieregion

Streckeninfos

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Literatur mit detaillierten Kartenausschnitten: Ruhrtal Radweg: Vom Sauerland an den Rhein 1:50.000, 234 km. GPS-Tracks-Download, wetterfest/reißfest

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