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Roadreport: Der Mecklenburgische Seen-Radweg, 2. Teil

Sandwege zur Ostsee

Doch mit dem Mecklenburgischen Seen-Radweg hat es auch so seine Tücken. Neben dem Staub gibt es noch andere Tücken, die dem Mecklenburgischen Seen-Radweg seinen ganz eigenen Reiz verleihen.Wenn man z.B. der Beschilderung trauen mag, dann meint man in jedem zweiten Dorf und in den Mecklenburgischen Kleinstädten entlang der Wegstrecke, dass es den Mecklenburgischen Seen-Radweg nicht gibt; wegen der fehlenden Wegweiser.

Ein richtiges Abenteuer

Aber draußen abseits der alten Stadtmauern in den Feldern und Wiesen findet sich an jeder noch so unscheinbaren Kreuzung ein Hinweis auf seine Existenz. Doch in den Mecklenburgischen Siedlungen verliert sich immer wieder die Spur des Radwegs, und die Fahrt auf dem Mecklenburgischen Seen-Radweg gerät dadurch hin und wieder zu einem richtigen Abenteuer.

Warnschilder

Karten sind daher eine empfehlenswerte Option, wenn sie keine trügerische Idylle vortäuschen. Denn auch die einschlägigen Karten treffen bei der der Beurteilung der Wegequalität nicht immer ins Schwarze. Dabei könnten sie es durchaus besser wissen, denn schließlich wurden entlang des Radweges mitunter auch Hinweisschilder aufgestellt, die deutlich vor den besonders schlecht befahrbaren Abschnitten des Mecklenburgischen Seen-Radwegs warnen. Es handelt sich sozusagen um richtige Warnschilder – eine Art Ehrlichkeit, die man sich auch von der einen oder anderen Radwanderkarte wünschen würde.

Nicht ohne Risiko

Die erhältlichen Wanderkarten erzählen stattdessen gerne eine andere Geschichte – z.B. die staubfreie Hochglanz-Katalogstory vom Mecklenburgischen Seen-Radweg als solide befestigte Heeresstraße für einfallende Touristenhorden, die ohne Risiko im Mecklenburger Land die naturbelassene Unschuld der letzten weißen Flecken auf der Landkarte suchen wollen. Wer daran glaubt, der kann alles finden auf dem Mecklenburgischen Seen-Radweg, nur nicht ein staubfreies Straßenleben ohne Risiko.

Manchmal holprig und beschwerlich

Der Weg zur Ostsee ist eben manchmal auch holprig und beschwerlich. Doch etwa ebenso viele Abschnitte des Mecklenburgischen Seen-Radwegs, die laut Karte noch als unbefestigt gelten, sind heute bereits asphaltiert. Das gleicht die Bilanz wieder aus, und außerdem: was ist ein Mecklenburg-Urlaub schon ohne sandige Feldwege?

Der Mecklenburgische Seen-Radweg, 1. Teil

Streckeninfos

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