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Flussreport: Wasserwege im Oderbruch, 2. Teil

Auf Gräben und Fließen

auf-der-Stillen-OderFür die Entwässerung des Landes erhalten und streckenweise kanalisiert, lassen sich heute die meisten der älteren Gewässer im Oderbruch mit dem alten Oderflusssystem in Verbindung bringen.Mit verschiedenen Namen versehen, lassen sich heute zwischen Reitwein im Süden und Oderberg im Norden die meisten der alten Wasserläufe mit Ausnahme einiger unter Befahrungsverbot gestellter Abschnitte bewandern. Dabei bilden alle Flussläufe miteinander eine netzartige Verbindung, wodurch jeder Abschnitt direkt auf dem Wasserweg zugänglich ist. Die Ausnahme bilden einige stehende Altwasser, die vom fließenden System abgeschlossen sind, allerdings auch nicht für eine Befahrung zu empfehlen sind.

Zwischen Bullergraben und Mucker

In den heutigen Karten lassen sich diese meistens süd-nord-ausgerichteten Fließe unter Namen wie „Bullergraben“, „Alte Oder“, „Quappendorfer Kanal“, „Wriezener Kanal“, „Volzine“, „Freienwalder Landkanal“, „Stille Oder“ und „Mucker“ finden. Bemerkenswert ist dabei, dass für ein relativ komplexes Revier von insgesamt ca. 150 befahrbaren Flusskilometern nur drei regulierende Wasserbauwerke notwendig sind, die eine nur kurze Umtragung notwendig machen (Stauwehr bei Reitwein/“Bullergraben“, altes Mühlenwehr mit Strassenunterführung der B 1 in Manschnow/“Alte Oder“, Stauwehr bei Quappendorf/“Quappendorfer Kanal“).

In alle Richtungen

Die Ursache liegt im geringen ländlichen Gefälle des Bruchlands, wo im oberen südlichen Teil stellenweise noch ein Niveau von bis zu 10 m über null erreicht wird, aber zum unteren nördlichen Teil hin auf annähernd 1 m über Null fällt. Das Fließgefälle des Wassers – noch weniger ausgeprägt – ist im Verhältnis zu seiner Länge so geringfügig, dass im gesamten Gebiet keine höheren Fließgeschwindigkeiten auftreten. Somit sind Touren in alle Richtungen, auch zurück zum Ausgangsort, planbar.

Das 18. Jahrhundert nahe Berlin

Wasserwandern im Oderbruch bietet dem Paddler aber noch einige weitere Vorzüge. Zum Einen ist das Gebiet innerhalb einer Stunde von Berlin aus problemlos auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und in allen Bereichen gut erschlossen und zugänglich. Damit steht auch einem spontanen Wochenendunternehmen nichts im Wege. Zum anderen lädt eine meist authentisch erhaltene Kulturlandschaft zu ihrer Entdeckung ein, die bis heute intensiv durch die Trockenlegungen des 18. Jahrhunderts geprägt ist. Daneben bietet die Beschaffenheit der Flussläufe eine Fülle an Tourenmöglichkeiten an, die sich zudem auch noch mit dem Wechsel aufs Fahrrad kombinieren lassen. Ein ausgeprägter Radtourismus ist im gesamten Bereich, auch in Anbindung zum Fernradverkehr des Oder-Neiße-Radwegs, vorhanden.

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