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Berlin-Usedom-Fernradweg

Streckeninfos

Typ: Fernradweg
Thema: Von Berlin bis an die Ostsee auf die Insel Usedom
Streckencharakter: aus der Großstadt in die Heide, häufig brandenburgische Wälder (Schorfheide) und durch die Uckermärkische Hügellandschaft entlang des Uckertals bis ans Oderhaff und weiter bis zur Ostsee inmitten durch Wiesen und Brüche
Merkmale: Natur, die Schönheit brandenburgischer Kiefernwälder und alter Buchenwälder sowie das Uckertal
Logo: Brandenburger Tor mit Vogel und Fahrrad in Weiß auf grünem Hintergrund; leider etwas zu filigran in der Darstellung, doch angesichts der eindeutigen Farbgebung trotzdem auch im Vorbeifahren ausreichend gut zu erkennen
Region: Nordostdeutschland
Länge: ca. 330 Km
Start: Berlin
Ziel: Die Seebäder Ahlbeck, Heringsdorf, Bansin auf Usedom und als letzte Etappe Peenemünde am westlichen Ende der Insel Usedom
Streckenverlauf: Berlin, Bernau, Prenzlau, Pasewalk, Torgelow, Eggesin, Ueckermünde, Anklam, Usedom, Ahlbeck, Peenemünde
Radweganschlüsse: Oder-Havel-Radweg, Mecklenburgischer Seenradweg, Oderhaff-Rundweg, Oder-Neiße-Radweg, Ostseeküsten-Radweg
Anstiege/Gefälle: insgesamt moderat: hin und wieder einige Anstiege (es geht durch die Uckermark, und die ist eben hügelig), doch über lange Strecken durch die Uckermark dem gleichmäßigen Niveau der Uecker folgend; nur wenige stärkere Anstiege (insbesondere entlang des Werbelinsees und auf Usedom)
Wegequalität: insgesamt gut: gerade im brandenburgischen Abschnitt sehr gut ausgebaute Radwege und Nebenstraßen (es verlaufen viele Abschnitte auf Straßen oder Radnebenstrecken); mitunter gibt es kürzere gepflasterte Abschnitte und Feld- und Waldwege, doch auch diese Etappen sind in der Regel gut befestigt, aber leider etwas holprig bei Gepäckfahrten (diese Abschnitte wären sicherlich Grund genug, die Wegequalität mit weniger als gut zu bewerten, doch die guten Abschnitte des Radwegs sind meist von so überzeugender Qualität, dass insgesamt ein Gut gerechtfertigt ist), ab Ueckermünde folgt der Streckenverlauf dem Oder-Neiße-Radweg nach Usedom mit seiner bewährt guten Wegequalität
Beschilderung: insgesamt sehr gut: es gibt nur wenige Radwege in Deutschland, die eine so konsequent umgesetzte Beschilderung besitzen wie der Berlin-Usedom-Radweg; dieser Weg könnte außerhalb Berlins gut und gerne auch ohne Karte bewältigt werden; auch das Logo des Berlin-Usedom-Radwegs wird einheitlich genutzt und ist trotz der filigranen Darstellung gut sichtbar an Kreuzungen – bei der Beschilderung des Berlin-Usedom-Radwegs war offensichtlich viel Erfahrung eingeflossen und es wurde alles richtig gemacht, denn typische Fehler, wie bei anderen Radwegen, wurden vermieden
Besonderheiten: von Ueckermünde bis Ahlbeck folgt der Streckenverlauf dem Oder-Neiße-Radweg und zu großen Teilen dem Oderhaff-Rundweg; zwischen Kamp und Karnin überquert in der Saison auf Abruf (Anruf über eine Telefonnummer) eine kleine Fahrradfähre den Peenestrom zwischen Festland und Usedom, für ca. 7 Euro pro Person und Fährfahrt kann so der Landweg über Anklam und eine Wegstrecke von ca. 30 Kilometern eingespart und die Insel Usedom direkt erreicht werden (die nächste Versorgungsmöglichkeit mit Supermärkten alternativ zu Anklam ist in der Stadt Usedom wenige Kilomter landeinwärts auf Usedom)
Einschränkungen: bei nassem Wetter können die zwar kurzen Wald- und Feldwegetappen zu handfesten Problemen bei Gepäckfahrten führen, da der Boden dort mitunter aufgeweicht und schlammig ist
Sehenswürdigkeiten: Schorfheide, Kloster Chorin (alternative Nebenroute zum Berlin-Usedom-Radweg bei Eberswalde), Oderhaff, Eisenbahnhubbrücke im Peenestrom, Buchen-Urwald auf Usedom, die Seebäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin, der Hafen in Peenemünde mit U-Boot
Übernachtung: überwiegend komfortable Lagerplatzsituation, denn der Reisende hat die Wahl zwischen einem dichten Netz von Campingplätzen und schönen Lagerplätzen an den Ufern der Seen; jedoch auf den ersten Etappen durch die brandenburgischen Wälder gelten die Regeln der Forstwirtschaft, die ein Zelten in der Regel verbieten – hier stattdessen z.B. die offiziellen Campingplätze am Werbelinsee und Umgebung ansteuern; aber es haben sich größtenteils auch die Pensionsbetriebe auf Radfahrer eingestellt
Touristik: bis in die Nebensaison stärker frequentiert – hier wird sehr die Nähe zur Großstadt deutlich und die kurze und damit attraktive Verbindung von Berlin an die Ostsee wirkt sich aus; in der Gegend um die Schorfheide und den Werbelinsee kann die Nutzung der gut ausgebauten Radwege noch stärker ausfallen (insbesondere auch an den Wochenenden mit warmen Wetter)
Stand: 2011

Roadreport
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