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29. Logbucheintrag: Schlesische Abenteuer

Wehrwölfe auf dem Bober

Tag 6: Ankunft im Auwald

Obwohl wir uns vorgenommen haben, früh aufzustehen, um diesen Ort möglichst bald zu verlassen und Strecke aufzuholen, ist es doch schon um acht, als wir die Plane beiseite schlagen. René hat der lange Schlaf gut getan. Ihm geht es heute besser. So schaffen wir es trotz der Verspätung noch, um zehn Uhr abzulegen.

Gischt im Gesicht

Das Wetter ist wankelmütig. Kaum sind wir auf dem Wasser, beginnt es zu regnen. Wieder prägen alte Eichen und frischer Hopfen das Bild am Uferrand, doch sie heben sich an diesem Vormittag nur farblos von einem tristen Himmelgrau ab. Das Flussbett ist weiterhin breit und meist eingedeicht. Oft zweigen kleine Nebenarme vom Hauptlauf ab und führen ins Land hinein. Nichts bietet in dieser Umgebung Schutz vor dem Wetter. Der Wind peitscht das Wasser vor den Booten auf und bläst uns die Gischt ins Gesicht.

Ende

Wir haben uns an diesem Vormittag schon eine ganze Weile stur gegen die Elemente vorangekämpft, als wir ein hohes bewaldetes Ufer an der Außenseite einer langgestreckten Flussbiegung erreichen. An der Böschung im Schutz der Bäume sehen wir überall Angler in bunten Regensachen stehen und sitzen. Der Fluss hat sich in einen kleinen See verwandelt und am Rand zieht sich ein grüner Schilfgürtel entlang, der abrupt vor einer großen, aber trockenen Wehranlage endet.

Im Windschatten

Im Windschatten der hohen Schließtore legen wir an, um die vorhandenen Gegebenheiten zu erkunden. Wehre von dieser Größe sind oft kritische Stellen, und so teilen wir uns auf. René und Mark besuchen das linksseitige Betriebsgelände eines Wasserkraftwerks, während ich am rechten Ufer im unteren Flussbett herumturne, das ich fast trockenen Fußes durchqueren kann.

Wasser weg

Kurz darauf stehen wir uns an zwei Ufern gegenüber. Zwischen uns liegt ein enger, tiefer und schnellfließender Kanal, der das Boberwasser auf einer erhöhten Trasse über das ebene Land wegleitet. Wir sind irritiert, denn hinter mir befindet sich ein breites trockenes Flussbett, doch alles Wasser fließt über diesen Kanal weg.

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Mehr über den Bober

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